Auftakt zur Reihe 11 Teile · 4 Phasen

KI-Transformation
aus der Praxis.

Ein Fahrplan. Elf Stationen in vier Phasen, von der ersten Rolle bis zur messbaren Wirkung. Das meiste haben wir uns selbst erarbeitet, einiges haben hilfreiche Vorbilder bestätigt.

Ziel von allem: von Adoption zu Impact.

Warum ich diese Reihe schreibe

Damit niemand bei null anfangen muss

Ich bin gerade in vielen Gesprächen mit Menschen, die mit KI im Unternehmen anfangen. Meistens geht es um den ersten Schritt. Wie habt ihr das gemacht, wo startet man?

Daraus ist diese Reihe entstanden. Sie ist mein Leitfaden aus der Praxis, und ich kann ehrlich sagen: Bei uns hat er gut funktioniert. Manche machen es sicher anders, und das ist völlig in Ordnung. Aber das hier ist ein Fahrplan, den ich mit gutem Gewissen weitergebe.

Ich habe ihn mit dem AI Adoption Playbook von Langdock und dem AI Transformation Manifesto von McKinsey abgeglichen. Beide gliedern in ähnliche Phasen, wie übrigens viele aktuelle Modelle. Und beide haben mir vor allem eines gezeigt. Dass wir auf dem richtigen Weg sind.

Wenn du Fragen hast, melde dich jederzeit gern auf LinkedIn. Connecten, austauschen, gemeinsam überlegen. Ich bin in dem Thema gern Sparringspartnerin.

„Es muss nicht jeder bei null anfangen. Genau dafür teile ich, was bei uns funktioniert hat.“

Worauf alles hinausläuft

Von Adoption zu Impact, und die Führung in der Verantwortung

Mein Ziel ist nicht, dass möglichst viele KI nutzen. Das ist die Eintrittskarte, nicht das Ziel. Mein Ziel ist Wirkung. Der Schritt von Adoption zu Impact entscheidet, ob sich die ganze Mühe rechnet.

Und dieser Schritt gelingt nur, wenn die Verantwortung dahin wandert, wo das Geschäft passiert. Zu den People Leads. Solange KI ein Thema des Enablement-Teams bleibt, bleibt sie ein Projekt. Erst wenn die Bereiche die Wirkung in ihren eigenen Zielen ownen, wird sie Teil des Geschäfts.

Adoption ist für mich die Eintrittskarte. Den Unterschied zum Impact macht meist, ob die Führung es zu ihrer Sache macht.

Wie ich es angehe

Erst in die Breite, dann in die Tiefe

Eine KI-Transformation ist im Kern eine Business-Transformation. Verbessern lässt sich nur, was man kennt. Deshalb fange ich nicht beim Tool an, sondern bei den Prozessen. Wo sie nicht sauber beschrieben sind, nehmen wir sie erst auf. Danach schauen wir entlang der Wertschöpfungskette, wo KI den größten Unterschied macht.

Ich denke dabei in Businesslinien. Das sind die durchgängigen Abläufe vom Anfang bis zum Ende eines Wertstroms, oft über mehrere Abteilungen hinweg. Manche nennen es Value Streams, Customer Journeys oder Domains. Ich nenne es Businesslinien, weil der Begriff im Geschäft sofort ankommt.

Das Bild dazu habe ich mir geborgt. Auf The Dock, dem AI-Forum von Langdock, habe ich den Gedanken gehört, das Ganze als T zu denken, breit und tief zugleich. Er hat sofort gepasst, und ich sehe es genauso. Den Begriff nenne ich hier nur dieses eine Mal, danach spreche ich einfach von Breite und Tiefe.

Horizontal · Breite
Breite Befähigung über alle Bereiche
Jeder nutzt KI im Alltag. Assistenten und kleine Agenten, die zur täglichen Gewohnheit werden. Adoption in der Fläche.
Vertikal · Tiefe
Tiefe in ausgewählten Businesslinien
Wenige Prozesse end-to-end umgebaut. Hier liegen die großen Hebel.

Der Querbalken ist die Breite. Jedes Team, jede Funktion arbeitet mit KI, mit Assistenten und kleinen Agenten, die zur täglichen Gewohnheit werden. Das ist Adoption in der Fläche, und sie ist die Eintrittskarte.

Der Stamm ist die Tiefe. In wenigen ausgewählten Businesslinien gehe ich end-to-end in den Prozess und baue ihn wirklich um. Dort liegen die großen Hebel, und dort entscheidet sich, ob aus Nutzung echte Wirkung wird.

Erst in die Breite, dann in die Tiefe. Die Breite schafft das Momentum, das die Tiefe später trägt.

Die Reihenfolge ist mir wichtig, und hier setze ich bewusst einen eigenen Akzent. Ich starte nicht mit dem großen Umbau. Ich starte in der Breite, mit Quick Wins und Befähigung. Das weckt Neugier, schafft erste Erfolge und bringt die Menschen dazu, KI selbst in die Hand zu nehmen. Wer sofort die ganze Organisation restrukturiert, verpasst oft genau dieses Momentum, und am Ende fühlt sich niemand richtig verantwortlich.

Denn tragen tut das alles nur, wenn die Führung es zu ihrer Sache macht und jeder Bereich für sich in den Driver Seat geht. Das Enablement-Team koordiniert, stimmt ab, setzt Impulse, schafft Formate und sichert Ressourcen aus IT und Engineering. Es ist der Rahmen, nicht der technische Ansprechpartner. Machen müssen es die Bereiche selbst. Für mich ist Führung deshalb die wichtigste Zutat einer gelungenen KI-Transformation.

Der Fahrplan

Elf Stationen, vier Phasen

Die Reihe folgt der Reihenfolge, in der die Dinge in der Praxis tragen. Erst das Fundament, dann die Befähigung, dann die Umsetzung, dann die Wirkung. So werden auch Breite und Tiefe konkret: Fundament und Befähigung bauen die Breite, Umsetzung und Wirkung gehen in die Tiefe. Jede Station ist eigenständig lesbar und mit einer Quelle untermauert.

Was die zehn Stationen zusammenhält, ist eine dezidierte Stelle, die das Ganze orchestriert. Genau das ist für mich der Kern von AI Enablement, und der Grund, warum sie als Teil 1 ganz vorne steht. Das Fundament beginnt mit dieser Stelle und reicht über die Struktur bis zu den Daten.

Wie lange das dauert, ist von Haus zu Haus verschieden. Bei uns hat es im August begonnen, das Fundament hat die ersten Wochen gebraucht, und vieles läuft seitdem weiter. KI-Transformation ist eine Reise, kein Projekt mit Enddatum. Zu jeder Station findest du deshalb einen groben Zeithorizont aus unserer Erfahrung.

Phase 1 · Fundament
Phase 2 · Befähigung
Phase 3 · Umsetzung
Phase 4 · Wirkung
Inspiration und Quellen

Langdock, The AI Adoption Playbook, Praxiswissen aus hunderten KI-Rollouts.

McKinsey, The AI transformation manifesto (April 2026), zu den Themen einer gelungenen KI-Transformation.

Fang vorne an

Station eins ist das Fundament. Eine Rolle mit Zeit. Oder schreib mir, wenn du selbst gerade aufbaust.

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